Im Blickpunkt

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Abbildung 20

Nur noch vier von zehn Studierenden rechnen mit einem erfolgreichen Berufseinstieg, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY aus dem Frühjahr 2026 unter mehr als 2 000 Studierenden in Deutschland (PM vom 8.6.2026). Die Zuversicht der Studierenden, was den Berufseinstieg angeht, ist dem folgend deutlich gesunken: Nur noch vier von zehn Studierenden (39 %) sind sich sicher, nach ihrem Abschluss schnell einen Job zu finden, der ihren Erwartungen entspricht. Vor zwei Jahren lag dieser Wert angabegemäß noch bei 54 %. Aktuell zeige sich fast die Hälfte der Befragten (49 %) zumindest vorsichtig optimistisch – vor zwei Jahren waren es 40 %. Deutliche Unterschiede finden sich laut der Umfrage je nach Studienrichtung, wobei die Werte bei den angehenden Juristinnen und Juristen (49 %, Minus fünf Prozentpunkte) vergleichsweise hoch seien. Mehr als die Hälfte der Studierenden (52 %) sagt gemäß der Umfrage, dass ein stabiler und sicherer Arbeitsplatz für sie ein Top-Faktor bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers sei. Damit liege dieser Aspekt bei Studierenden an erster Stelle, neun Prozentpunkte vor dem Gehalt, das von mehr als vier von zehn Befragten (43 %) als wichtiges Kriterium genannt werde. Bei der letzten Studierendenstudie von EY lag nach der Mitteilung noch das Gehalt auf Platz eins, die Jobsicherheit kam erst danach. Mit Blick auf die Entlohnung rechnen die Befragten zum Berufseinstieg gemäß der Umfrage mit einem – auf dem Papier – höheren Einstiegsgehalt als in der Vorbefragung. Das erhoffte Jahressalär steigt nach der aktuellen Studie um 2,5 % bzw. 1 100 Euro auf 44 800 Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren hatten Deutschlands Studierende nach der PM noch ein Einstiegsgehalt von 40 000 Euro angestrebt, welches jedoch heute inflationsbereinigt einem Betrag von etwa 48 000 Euro entspräche, mithin einem deutlich höheren Gehalt, als es aktuell erwartet wird.

Prof. Dr. Christian Pelke, Ressortleiter Arbeitsrecht

BB 2026, 1459