Im Blickpunkt

Im Blickpunkt

Abbildung 14

Das neue Jahr wird hinsichtlich der Zahl der Arbeitstage weniger arbeitnehmerfreundlich als 2025. Bundesweit gibt es 2026 im Schnitt 250,5 Arbeitstage, und damit 2,4 Tage mehr als im Jahr 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Hauptgrund für den Anstieg ist, dass Feiertage wie der 3.10. und der 26.12.2026 auf das Wochenende fallen. Weil die Zahl der Feiertage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, ergeben sich demgemäß im bundesweiten Durchschnitt für die Zahl der Arbeitstage Werte mit einer Nachkommastelle. Die Zahl der Arbeitstage hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung. Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gilt ausweislich der Mitteilung die Faustregel: Ein Arbeitstag mehr führt im Schnitt dazu, dass das BIP um etwa 0,1 Prozentpunkte höher liegt. Der tatsächliche Effekt könne aber davon abweichen, unter anderem weil die wirtschaftliche Bedeutung eines zusätzlichen Arbeitstages je nach dessen Lage im Jahr unterschiedlich ist. Zwischen Heiligabend und Neujahr ruhe die wirtschaftliche Tätigkeit in vielen Branchen ohnehin weitgehend. Ein zusätzlicher Arbeitstag habe dann weniger Einfluss auf das BIP, als wenn der 1. Mai oder der 3. Oktober auf ein Wochenende fallen. Durchschnittlich 250,5 Arbeitstage sind angabegemäß der höchste Wert seit dem Jahr 2022 mit 251,4 Arbeitstagen. Im Zeitraum seit der Deutschen Vereinigung gab es die meisten Arbeitstage im Jahr 2004 mit durchschnittlich 252,8 Tagen, die wenigsten im Jahr 1991 mit 246,9 Tagen. 1995 wurde überwiegend der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft – das führte insgesamt zu einem Anstieg der Arbeitstage. Ich wünsche (trotzdem) ein frohes Jahr 2026!

Prof. Dr. Christian Pelke, Ressortleiter Arbeitsrecht

BB 2026, 51