Im Blickpunkt
Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen ist gemäß einer PM der Unternehmensberatung Bain & Company vom 2.2.2026 gut aufgestellt, seinen Aufwärtstrend auch 2026 fortzusetzen. Das Transaktionsvolumen sei im vergangenen Jahr um 40 % auf insgesamt 4,9 Bio. US-Dollar – und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert – gestiegen. Zu diesem Ergebnis komme Bain & Company in ihrem unter https://www.bain.com abrufbaren “Global M&A Report 2026”, bei dem 300 M&A-Verantwortliche rund um den Globus befragt worden seien. Auch der deutsche M&A-Markt habe von der globalen Erholung profitiert: 2025 sei das gesamte Transaktionsvolumen hierzulande um 39 % auf rd. 125 Mrd. US-Dollar gewachsen, während die Zahl der Deals über 30 Mio. US-Dollar um 11 % zugelegt habe. 80 % der Befragten erwarteten, ihre Transaktionsaktivitäten 2026 auf dem aktuellen Niveau zu halten oder weiter auszubauen. Das Marktumfeld gelte als günstig: Die makroökonomischen Rahmenbedingungen verbesserten sich vielerorts, während sich gleichzeitig ein wachsender Bestand an Private-Equity- und Venture-Capital-Assets auf den Exit vorbereite. Zugleich würden die Befragten branchenübergreifend erkennen, dass viele etablierte Geschäftsmodelle die Grenzen ihrer bisherigen Wachstumstreiber erreicht haben. In Deutschland habe sich diese Dynamik insbesondere in einzelnen Branchen gezeigt: Während der strategische Dealwert im Bereich Industriegüter und -dienstleistungen um 26 % zurückgegangen sei, hätten Transaktionen im Bereich Technologie um 328 % und im Bereich Finanzdienstleistungen sogar um 454 % zugelegt. Technologische Umbrüche – insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Quantencomputing – würden auch in diesem Jahr erhebliche Auswirkungen auf die Transaktionsaktivität haben. Weltweit weise fast die Hälfte aller Deals in der Technologiebranche bereits einen klaren KI-Bezug auf. Dieser Trend dürfte sich weiter beschleunigen, da Unternehmen gezielt nach Assets suchten, um entsprechende Talente und Technologien zu erwerben. – In dieser Ausgabe beschäftigen sich Matzen/von Schorlemer/
Purper im Ressort Wirtschaftsrecht mit MAC-Klauseln in Unternehmenskaufverträgen im Spannungs-, Bündnis- oder Verteidigungsfall (S. 387 ff.), und Deubert/Lewe setzen sich mit aktuellen Praxisfragen bei der Beteiligungsbewertung nach HGB auseinander (S. 427 ff.).
Gabriele Bourgon, Ressortleiterin Bilanzrecht und Betriebswirtschaft
BB 2026, 425
