©IMAGO / VectorFusionArt

IDW: Stellungnahme zum IPSASB-Konsultationspapier „Presentation of Financial Statements“

Der International Public Sector Accounting Standards Board (IPSASB) beabsichtigt, IPSAS 1 „Presentation of Financial Statements“ durch einen neuen, modernisierten Standard zur Darstellung von Abschlüssen öffentlicher Einheiten zu ersetzen. Grundlage der Überlegungen ist u. a. IFRS 18, dessen Darstellungsansätze für den öffentlichen Sektor angepasst werden sollen. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) begrüßt in einem unter www.idw.de abrufbaren Schreiben grundsätzlich die Zielsetzung, Transparenz, Vergleichbarkeit und Verständlichkeit von Abschlüssen nach IPSAS zu verbessern. Zugleich hebt das IDW hervor, dass die Neufassung nicht als reine IFRS-18-Angleichung verstanden werden darf. Vielmehr müssen die spezifischen Ziele und Rahmenbedingungen der öffentlichen Rechnungslegung – insbesondere Rechenschaft, Entscheidungsnützlichkeit, Budgetbezug, nicht marktbezogene Erträge, Transfers, soziale Leistungen und langfristige finanzielle Tragfähigkeit – eigenständig berücksichtigt werden. Besondere Bedeutung misst das IDW der vorgeschlagenen Kategorisierung von Erträgen und Aufwendungen in der Ergebnisrechnung bei. Eine stärker strukturierte Darstellung kann die Aussagekraft erhöhen; hierfür bedarf es jedoch klarer, sektorspezifischer Anwendungshinweise und Beispiele. Kritisch sieht das IDW zudem eine Übertragung des IFRS-18-Konzepts der Management-defined Performance Measures auf den öffentlichen Sektor. Entsprechende Leistungs- und Steuerungsgrößen entstehen dort häufig aus Haushalts-, Statistik-, Fiskal- oder Leistungssystemen und lassen sich nicht ohne Weiteres in das IFRS-18-Konzept einordnen.

(IDW Aktuell vom 24.8.2026)