Unternehmen und Bürger sehen Europas ökonomische Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr: 96 Prozent der europäischen Topmanager und 85 Prozent der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern laut der Untersuchung radikale Reformen der EU-Regulierung und eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der EU. Die Sorgen der Spitzenmanager gelten zunehmend den wirtschaftlichen Folgen einer weiter sinkenden Wettbewerbsfähigkeit: Ohne wirkungsvolle Gegenmaßnahmen rechnen 93 Prozent mit Stellenabbau – das sind sechs Prozentpunkte mehr als 2025, 90 Prozent (+10 Prozentpunkte) erwarten, dass Unternehmen ihre Standorte außerhalb Europas verlagern, 88 Prozent gehen von einer sinkenden Investitionsfähigkeit aus (+11 Prozentpunkte). Dennoch ist mit zwei Dritteln (67 %) die Mehrheit der Führungskräfte optimistisch, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas noch gestärkt werden kann.

