Die Regierungskommission hat im August 2026 einen verschlankten Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) zur Konsultation gestellt. Zugleich haben die Stimmrechtsberater (proxy advisor) Institutional Shareholder Services (ISS) und Glass, Lewis & Co. sowie der Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI) ihre Abstimmungsrichtlinien für die Hauptversammlungssaison 2026 fortgeschrieben. Beide Regelwerke richten sich ausschließlich an börsennotierte Gesellschaften. Allerdings steigt auch bei mittelständischen Unternehmen die Bedeutung einer wirksamen Corporate Governance. Der nachfolgende Beitrag stellt zunächst die Referenzsysteme dar, zeigt, wo Kodex und Guidelines auseinanderfallen, und prüft anhand eines Stufenmodells, welche Bausteine sich auf nicht-kapitalmarktorientierte und kapitalmarktnahe Unternehmen übertragen und mit den Mitteln des GmbH-Rechts umsetzen lassen.

