Für Chief Financial Officers (CEO) steht künstliche Intelligenz als Treiber für die Transformation ihrer Unternehmen weit oben auf der Prioritätenliste. Im Maschinenraum sieht die Stimmung jedoch anders aus: Nur 42% der Daten- und KI-Manager sind der Ansicht, dass ihr Bereich im Unternehmen derzeit einen hohen oder sehr hohen strategischen Stellenwert hat. Während der Druck steigt, kurzfristige Erfolge mit KI zu erzielen, fehlen in vielen Fällen das dafür benötigte Datenfundament sowie grundlegende technische und organisatorische Fähigkeiten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC), der die Befragung von 351 Daten- und KI-Managern aus Deutschland und Europa zugrunde liegt. Für die nächsten fünf Jahre planen 41 % der befragten Unternehmen Investitionen in Daten und KI zwischen einer und 25 Mio. Euro. In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil bei 29 %. Trotz steigender Investitionsbereitschaft sieht fast die Hälfte der Befragten eine große Herausforderung darin, die gesteckten Ziele mit den verfügbaren Budgets zu erreichen. Aktuell verschiebt sich der Fokus vieler Unternehmen auf kleinere Daten- und KI-Projekte mit klarem Return on Investment. Oft fehlen jedoch die Mittel, um Fortschritte transparent zu machen: 37 % der befragten Daten- und KI-Manager geben an, den Wertbeitrag finanziell nicht einschätzen zu können. Dies hängt auch damit zusammen, dass operative Kennzahlen dominieren. So werden 71 % der Befragten an der Prozesseffizienz gemessen. Ein zentraler Aspekt der Analyse dreht sich um die Frage, was KI-Vorreiter anders machen als der Großteil der Unternehmen. Dazu wurden die 10 % der befragten Organisationen mit dem höchsten Reifegrad im Bereich Daten und KI gesondert betrachtet. In dieser Spitzengruppe legen 81 % einen hohen Wert auf die Strategieentwicklung. Dies zeigt, wie wichtig es in einer Zeit hoher wirtschaftlicher und technologischer Dynamik ist, die Leitplanken immer wieder neu zu justieren. Ebenfalls 81 % der Vorreiter sehen eine hohe Relevanz im Thema Responsible AI. Verantwortungsvolle KI-Praktiken werden dementsprechend nicht nur als Compliance-Erfordernis eingestuft, sondern als geschäftliche Notwendigkeit. Die Spitzengruppe setzt außerdem einen klaren Schwerpunkt auf hohe Datenqualität und investiert stärker in den Aufbau von Expertenteams. Neben einem zentralen Daten- und KI-Team in der IT-Abteilung treiben sie auch den Aufbau dezentraler Daten- und KI-Teams in einzelnen Geschäftsbereichen gezielt voran. Während der Erfolgsdruck steigt, müssen Daten- und KI-Manager kontinuierlich auf neue KI-Möglichkeiten eingehen, sprich: eine gute Balance zwischen Innovation und Skalierung finden. Aktuell hat z.m B. für knapp ein Drittel der Befragten die Implementierung von KI-Agenten eine hohe Priorität. Einerseits rückt damit die Anpassung von Geschäftsprozessen – und damit meist ein enger Bezug zu finanziell messbaren Zielen – stärker in den Vordergrund. Andererseits müssen auch hier langfristig tragfähige Grundlagen geschaffen werden. Bisher haben z. B. erst wenige Unternehmen eine Orchestrierungsplattform für KI-Agenten etabliert. Die PwC-Analyse kommt zu dem Schluss, dass eine stärkere Bündelung der Aktivitäten in der jetzigen Phase der Daten- und KI-Transformation erfolgskritisch ist. Die Studie ist unter www.pwc.de abrufbar.
(PM PwC vom 2.6.2026)

