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IDW: Plädoyer für Stabilität und Marktorientierung im internationalen Standardsetting von IAASB und IESBA

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat die gemeinsam vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) und vom International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA) herausgegebene Umfrage „Joint Stakeholder Survey: Shaping IAASB and IESBA Strategies for 2028–2031“ in einem unter www.idw.de abrufbaren Schreiben beantwortet. Ziel der Umfrage ist es, Einschätzungen der Stakeholder zu künftigen Prioritäten und möglichen Themenfeldern der Aktivitäten der beiden Boards einzuholen. Das IDW betont in seinen Antworten vor allem Stabilität, Fokussierung und eine stärkere Ausrichtung an tatsächlichen Marktbedürfnissen. Eine weitere „Inflation“ des Standardsetting lehnt es ab: Neue oder geänderte Standards sollten nur bei nachgewiesenem Bedarf und klarem Mehrwert verfolgt werden. Das IDW warnt vor reaktiven oder politisch motivierten Änderungen und plädiert stattdessen für robuste, verhältnismäßige und langfristig stabile Standards. Inhaltlich regt das IDW an, sich stärker an tatsächlichen Marktentwicklungen und -bedürfnissen zu orientieren, etwa bei Technologiethemen und Abhängigkeiten der Unternehmen und Prüfer von Dritten. Handlungsbedarf sieht das IDW hier durchaus, neue Standards seien dafür aber nicht zwangsläufig die richtige Antwort.

(IDW Aktuell vom 18.5.2026)