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BGH: Kontosperrung

Das Verhalten einer Person zugunsten des eigenen Unternehmens, das mit der Durchführung eines Vertrags über Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenhängt (hier: die von einer Bank vorgenommene Sperrung des ungekündigten Girokontos eines Verbrauchers), stellt unabhängig von seiner Eignung, den Absatz oder Bezug von Waren oder Dienstleistungen zu fördern, eine geschäftliche Handlung dar, wenn die Handlung bei objektiver Betrachtung auf die Beeinflussung einer geschäftlichen Entscheidung der Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer im Rahmen eines bereits bestehenden Vertragsverhältnisses (hier: die Nutzung des Girokontos) gerichtet ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. April 2019 – I ZR 93/17, GRUR 2019, 754 [juris Rn. 20] = WRP 2019, 883 – Prämiensparverträge; Urteil vom 6. Juni 2019 – I ZR 216/17, GRUR 2019, 1202 [juris Rn. 13] = WRP 2019, 1471 – Identitätsdiebstahl I; Urteil vom 23. April 2020 – I ZR 85/19, GRUR 2020, 886 [juris Rn. 32] = WRP 2020, 1017 – Preisänderungsregelung I; Aufgabe von BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 – I ZR 190/11, GRUR 2013, 945 [juris Rn. 17 f., 26] = WRP 2013, 1183 – Standardisierte Mandatsbearbeitung).

BGH, Urteil vom 26.3.2026 – I ZR 66/25

(Amtlicher Leitsatz)