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EY: DAX-Konzerne im zweiten Quartal mit Rekordumsatz, aber Gewinnrückgang

Mit einem Umsatzwachstum von 13,7 % haben die DAX-Konzerne das zweite Quartal 2022 erneut auf Rekordniveau abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 kletterte der Umsatz sogar um 26 %. Beim Gewinn konnte allerdings – anders als im ersten Quartal – kein neuer Höchstwert erreicht werden: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Gesamtgewinn aller DAX-Konzerne um 19,3 % auf knapp 39,6 Mrd. Euro – immerhin der zweithöchste je in einem zweiten Quartal erzielte Wert. Während die meisten Unternehmen beim Umsatz zulegen konnten – nur drei DAX-Konzerne verzeichneten niedrigere Umsätze als im Vorjahreszeitraum – war die Gewinnentwicklung bei der Mehrheit der Unternehmen rückläufig: 18 Unternehmen konnten ihren operativen Gewinn erhöhen, bei 22 Unternehmen ging der Gewinn hingegen zurück. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY auf der Basis der Geschäfts- bzw. Quartalsberichte der derzeit im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten Unternehmen. Derzeit erzielen die deutschen Unternehmen v. a. in den Vereinigten Staaten hohe Wachstumsraten: In Nordamerika stiegen die Umsätze in Summe um 23 %. In Asien wurde ein Umsatzwachstum von 7 % erzielt, in Europa lag das Wachstum hingegen nur bei 4 %. Die gewinnstärksten Unternehmen waren im zweiten Quartal die Autokonzerne und der Versicherungskonzern Allianz. Dabei gab es an der Spitze des Gewinnrankings im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres eine Veränderung: Vor Volkswagen mit einem operativen Gewinn von 4,5 Mrd. Euro schob sich Mercedes mit 4,6 Mrd. Euro. Auf den Rängen drei und vier konnten sich im abgelaufenen Quartal Allianz (3,5 Mrd. Euro) und BMW (3,4 Mrd. Euro) platzieren. Den in absoluten Zahlen stärksten Gewinnanstieg verzeichnete Bayer: Der Chemie- und Pharmakonzern erhöhte den operativen Gewinn um knapp 2,5 Mrd. Euro. Das prozentual stärkste Gewinnplus erzielte Brenntag mit einem Wachstum von 113 %. Das stärkste Umsatzplus erwirtschaftete hingegen die beiden Energieversorger RWE und Eon mit 120 bzw. 59 %. Bei der Beschäftigung reichte es bei den DAX-Konzernen in Summe immerhin für ein Plus von 2,1 % – das allerdings auch auf Zukäufe zurückzuführen ist. Acht Unternehmen meldeten eine niedrigere Beschäftigtenzahl als im Vorjahr.

(PM EY vom 15.8.2022)