Der ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland erwärmte sich im Juli etwas gegenüber dem Vormonat. Das Stimmungsbarometer für die regionale Wirtschaft Ostdeutschlands stieg von 88,1 Punkten im Juni auf 89,1 Punkte im Juli. Die befragten ostdeutschen Unternehmen senkten die Einschätzung ihrer laufenden Geschäfte leicht ab und äußerten sich zugleich spürbar optimistischer hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsverlaufs.
Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima im Juli erheblich. Die befragten Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes meldeten eine deutliche Verbesserung ihrer Geschäftslage und hoben zugleich ihre Geschäftserwartungen für die kommenden Monate kräftig an.
Im ostdeutschen Dienstleistungssektor kühlte sich das Geschäftsklima im Juli leicht ab. Die befragten Dienstleistungsunternehmen berichteten von einer etwas schlechteren gegenwärtigen Geschäftslage als im Juni und äußerten sich geringfügig zuversichtlicher zu den zukünftigen Geschäftserwartungen.
Im ostdeutschen Handel hellte sich das Geschäftsklima im Juli erheblich auf. Während die Großhandelsunternehmen ihre Lageeinschätzung gegenüber dem Vormonat leicht verbesserten, hoben die Einzelhandelsunternehmen die Einschätzung ihrer aktuellen Geschäftslage spürbar an. Zur zukünftigen Geschäftsentwicklung äußerten sich die Unternehmen im Großhandel erheblich optimistischer als im Vormonat, während die Einzelhandelsunternehmen ihre Erwartungen merklich anhoben.
Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe erwärmte sich Geschäftsklima im Juli deutlich. Die befragten Bauunternehmen schätzten die gegenwärtige Geschäftssituation geringfügig besser ein als im Juni und hoben ihren Ausblick auf die nächsten Monate spürbar an.
Joachim Ragnitz und Marcel Thum
Geschäftsführer ifo Institut, Niederlassung Dresden


