BMF: Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG

Der persönliche Anwendungsbereich des§ 8d KStG entspricht demjenigen des § 8c KStG (vgl. Rn. 1 des BMF-Schreibens vom 28.11.2017, BStBl I, 1645), da ein schädlicher Beteiligungserwerb i. S. d. § 8c KStG Voraussetzung für eine Anwendung von § 8d KStG ist. Demnach ist § 8d KStG auf unbeschränkt und beschränkt steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen i. S. d. § 1 Abs. 1 KStG anzuwenden.

§ 8d KStG ist auf alle nicht genutzten Verluste i. S. d. § 8c KStG anwendbar (vgl. Rn. 2 des BMF-Schreibens vom 28.11.2017, a. a. O.). Das gilt insbesondere für Verluste i. S. d. § 2a, § 15 Abs. 4, § 15a, § 15b EStG sowie § 8d KStG (vgl. Rn. 72) oder ähnliche ausgleichs- oder verrechnungsbeschränkte Verluste.

Gemäß § 8a Abs. 1 S. 3 KStG gilt § 8d KStG für einen vorhandenen Zinsvortrag entsprechend.

BMF, Schreiben vom 18.3.2021 – IV C 2 – S 2745-b/19/10002 :002

Volltext BB-Online BBL2021-790-1