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Ifo institut: Rentensplitting statt Witwenrente: Wer gewinnt, wer verliert?

Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission hat in ihrem Abschlussbericht vom Juni 2026 empfohlen, Reformoptionen für die Hinterbliebenenversorgung zu prüfen, ohne sich auf ein Modell festzulegen. Ein in der Fachdiskussion vielfach genannter Kandidat ist das Rentensplitting: Die in der Ehe erworbenen Rentenansprüche beider Partner werden hälftig geteilt, im Gegenzug entfällt die Witwen- bzw. Witwerrente. Mit einem Rentenmodell quantifizieren Joachim Ragnitz und Marcel Thum, beide ifo Niederlassung Dresden, wer bei einem solchen Wechsel gewinnt und wer verliert – getrennt nach Frau, Mann, Ehepaar und Rentenversicherung sowie abhängig von Heiratsalter, Einkommensverhältnis und Altersunterschied der Partner. Einzelne Frauen mögen bei einer Reform gewinnen, insbesondere bei früher Heirat und geringem eigenen Einkommen. Das Ehepaar als Ganzes verliert dagegen in nahezu allen untersuchten Konstellationen, weil der Wegfall der Witwenrente den Effekt aus der Umverteilung zwischen den Partnern regelmäßig übersteigt. Die Rentenversicherung spart in jedem untersuchten Fall Geld.

(Quelle: ifo Institut München, ifo Schnelldienst, 2026, 79, Nr. 9 04-09)